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Entstehungsgeschichte des Renault 16 - Quelle: wikipedia1961 erteilte der damalige Leiter von Renault, Pierre Dreyfus, den Auftrag zur Entwicklung eines neuen, familientauglichen Fahrzeuges. Gaston Juchet entwarf daraufhin das Design des R16. Das Resultat war eine Mischform aus Stufenheckkarosserie und Kombi.Ab dem 2. Dezember 1964 wurde die Nullserie gefertigt, im Januar 1965 begann die Serienproduktion. Er gilt als das erste Fahrzeug mit einer Schrägheckkarosserie in der oberen Mittelklasse und wurde in einem neu gebauten Werk in Sandouville bei Le Havre produziert. 1965 wurde der R16 zum Auto des Jahres 1966 gewählt. Die Bauweise von Frontmotor und Frontantrieb in Verbindung mit einem Schrägheck wurde später in der Autokompaktklasse zum Standard, aber auch in der Mittelklasse und der gehobenen Mittelklasse gibt es hierfür ebenfalls Beispiele (VW Passat, Audi 100 Avant). Von 1973 an wurde der Renault 16 in einer TX-Variante mit 93 PS angeboten, der sich äußerlich durch Doppelscheinwerfer von den übrigen Modellversionen unterschied. 1974 wich der Aluminiumgrill bei einer weiteren Überarbeitung einem aus Plastik. Der Motor war längs hinter der Vorderachse (wie auch beim R4 und seit 1934 bei den großen Citroënmodellen 7, 11 und 15CV) angeordnet. Der R16 wurde ausschließlich als Fünftürer angeboten. FahrwerkEine Besonderheit stellten die unterschiedlichen Radstände der linken und der rechten Fahrzeugseite dar. Diese resultierten aus der Anordnung der Torsionsstäbe, welche bei anderen Fahrzeugen üblicherweise nebeneinander, beim R16 aber hintereinander angeordnet waren. Dadurch konnten längere Federstäbe eingesetzt werden, aber man benötigte keine stabile und schwere Aufhängung in der Wagenmitte. Bemerkenswert war die daraus resultierende weiche Federung, die eine relativ hohe Geschwindigkeit auch bei größeren Streckenunebenheiten erlaubte. Der lange Federweg wurde durch lange Torsionsstäbe in Verbindung mit ebenfalls sehr langen Stoßdämpfern ermöglicht: die hinteren Stoßdämpfer reichten bis zur Oberkante der Rücklehne. InnenraumDie Bauweise der Rücksitzbank ermöglichte eine große Variabilität des Kofferraumes. Sie konnte mit wenigen Handgriffen und ohne Werkzeug komplett ausgebaut werden und vergrößerte so das Ladevolumen auf bis zu 1600 Liter Stauraum. Im Normalfall betrug das Ladevolumen bei eingebauter Rücksitzbank 346 Liter. Insgesamt bestanden sieben Möglichkeiten zur Anordnung der hinteren Bank: Unter anderem konnte die Lehne der Rücksitzbank auch unterhalb des Dachhimmels befestigt und die Sitzfläche nach vorne geklappt werden. Außergewöhnlich war bis zum Produktionsende die Beibehaltung der Lenkradschaltung: Der Schalthebel sowohl für das manuelle wie auch für das Automatikgetriebe ragte an der rechten Seite aus der Lenksäule heraus. Diese Anordnung sowie die Platzierung der Handbremse im Fußraum des Fahrers schafften Platz für ein geräumiges Fach wie auch eine Armlehne zwischen den Vordersitzen. Einige Modellvarianten verfügten darüber hinaus über eine elektrische Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber in den Vordertüren. TriviaDer ehemalige britische Formel 1-Rennfahrer Sir Stirling Moss sagte 1970 über den R 16: "There is no doubt that the Renault 16 is the most intelligently engineered automobile I have ever encountered and I think that each British motorcar manufacturer would do well to purchase one just to see how it is put together". (Deutsche Übersetzung: Es besteht kein Zweifel daran, dass der R 16 das am intelligentesten entwickelte Automobil ist, dem ich jemals begegnet bin und jeder britische Autobauer täte gut daran, einen zu kaufen, nur um zu schauen, wie er gebaut wurde.) Motoren
Der Motor des R16 war der erste Renault-Motor, welcher komplett aus Aluminium gefertigt wurde. Er wurde auch im Lotus Europa, im Renault Alpine und in deren Rennsportvarianten mit einem Leistungsvolumen von bis zu 172 PS eingesetzt.
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